Torsten Bruch

Methodik & Analyse
all Art

Ping Pong

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5 Videoobjekte auf Tisch
3 min. (5x 1080p synchron; 5x mono)
Künstlerhaus Frise
November 2016
Auf einem Tisch befinden sich im Kreis angeordnet fünf Pappmodelle, welche ein led-display eingebaut haben und verschieden aussehen. Kino, Fernseher, Leuchtreklame, Computermonitor und Händy.
Auf jedem dieser Monitore tritt der Künstler in unterschiedlichen Kostümen auf, um anschließend im Kreis Tischtennis zu spielen. Der Ball wird dabei jeweils in den rechten Monitor gespielt und von der nächsten Figur weiter geschlagen, so dass er niemals herunter fällt. Bis er von der letzten Figur aufgefangen wird.

 

3 min. (3x 1080p in sync, stereo) Art Center Frise November 2016 On a table, five cartboard modells are placed in a circle. They all have a csreen build in and they look like a small cinema, a television, an illuminated advertising, a computer monitor and a mobile phone. On each one of them, the artist is appearing in different costumes. Starting from the cinema model, they are playing tabel tennis. The ball is hit out of the screen to the next right display and so it is never falling down. Just until the last figure is catching the ball by hand.

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Fish tank of development

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Fish tank of development
(De.: Aquarium der Entwicklung)

Stoptrickvideo mit Aquarell auf Pappe
1:48 min. (16:9; stereo)
Ton: Great Barrier Reef by Daniel Blinkhorn
Song Jeong, Busan, Südkorea
November 2015

Die Fische entstammen der Esskultur Südkoreas. Restaurants zeigen ihr Fischangebot in mehreren Aquarien vor ihrem Geschäft. Ein farbenprächtiges Angebot unbekannter Spezien. Alle gemalten Fische scheinen eßbar. Mit Aquarelltechnik wurden für den Stoptrick kleine Darsteller gefertigt. Jeder Fisch im Video wurde daraufhin einzeln über den Bildschirm geschoben und zu Videosequenzen zusammen gefügt.
Die Fische schwimmen alle in die Richtung der Hausaquarelle.
Auf dem ersten Aquarell sind traditionelle, koreanische Häuser mit Wasserspeichern, Sitztischen und Kimchitöpfen zu sehen, welche in Korea auf den Dächern stehen. Alte Relikte koreanischer Wohnkultur, wobei neben dem Haus gerne noch ein Gemüsefeld sein kann.
Das moderne Südkorea hingegen ist von Hochhäusern – gerne sechs bis acht gleicher Bauart – geprägt. Als Tourist steht man vor eintönigen Fassaden und kann nur spekulieren, welche Kultur dahinter geschieht.
Die Arbeit entstand im Rahmen einer vier wöchigen Residenz in Busan – einem Künstleraustausch mit der Stadt Hamburg – zusammen mit Oliver Ross, Ida Lennartsson und Lily Wittenburg. In der abschließenden Ausstellung „Road to Road“ im Davin Art Space wurden unsere Arbeiten mit 20 Koreanern zusammen gezeigt.

http://www.davinbusan.com

 

Videoperformer Zwerg und Sound Zwerg

Postkarte von Dodo Schielein und Torsten Bruch anläßlich der Ausstellung "Metaferenz" in Makii Masaru Fine Arts Gallery, Tokio (2015)

Postkarte von Dodo Schielein und Torsten Bruch anläßlich der Ausstellung “Metaferenz” in Makii Masaru Fine Arts Gallery, Tokio (2015)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Ausstellung wurde von der Kulturbehörde Hamburg unterstützt.

 

Tür auf, Tür zu

Videotriptychon von Torsten Bruch

Videotriptychon von Torsten Bruch. Die vielen Kabel führen zu der grauen Kiste, unten im Bild. Darin werden die Filme auf einander abgestimmt und an Monitore und Lautsprecher ausgespielt.

Tür auf, Tür zu

Videotriptychon
3:47 min. (3x 1080p synchron; stereo)
Justizvollzugsanstalt Magdeburg
Juli 2015

Ein Beamter tritt überrascht durch eine Tür und glaubt sich verirrt zu haben. Er geht durch die Nachbartür hinaus aber gelangt im nächsten Augenblick durch eine andere Tür wieder ins Bild. Es scheint als würde jede der drei Tür immer wieder an den selben Ort zurück führen. Beim Versuch einen Ausweg zu finden, taucht plötzlich eine zweite Person auf. In der Hoffnung, Hilfe zu bekommen, nimmt der Beamte sogleich die Verfolgung auf. Jedoch flüchtet der zweite Anzugträger und so bleibt der erste wieder allein im Labyrinth der Türen zurück.

Die Verfolgungsjagd ist ein klassisches Thema aus dem Slapstick. Bruch zeigt jede der drei Türen auf einem anderen Monitor, sodass der Zwischenraum zur physischen Hürde wird. Der Protagonist bewegt sich darüber hinweg bis zu einem Paradox, welcher die Figur auf das Medium zurück wirft.
In der JVA Magdeburg könnte jede Tür zu einem zufällig anderen Ort führen.

Videostill aus "Tür auf, Tür zu" von Torsten Bruch

Videostill aus “Tür auf, Tür zu” von Torsten Bruch

"Tür auf, Tür zu" von Torsten Bruch

“Tür auf, Tür zu” von Torsten Bruch. Ansicht in der JVA Magdeburg

Veggy Dance

Veggy Dance - A video object by Torsten Bruch

Veggy Dance – A video object by Torsten Bruch

Veggy Dance (DE: Gemüsetanz)

Videoperformanceobjekt
4:02 min. (3x 1080p synchron; stereo)
Musik: Vegetable Orchestra, Wien
Nishinomiya-Funasaka Biennale 2014
Oktober 2014

Die kleine Bergstadt Funasaka, in der Nähe von Osaka in Japan, hat Terrassen-Felder inmitten des Dorfes, welche als ästhetisch wichtiger Teil des Dorfes erscheinen. In diesen Feldern gibt es klares Bergwasser und leckeres Gemüse. Daher entstand diese Arbeit, um der Natur und den hart arbeitenden Bauern in Funasaka Respekt zu zollen. „Veggy Dance“ ist ein Danke-Objekt. Die Skulptur ist eine Metamorphose zwischen einem gotischen drei Flügelaltar und einem Gartenschuppen für Werkzeug.
Die drei Bildschirme zeigen einen Gemüsetanz, der vollständig von Torsten Bruch aufgeführt wird. Er schuf sieben verschiedene Gemüsekostüme aus Karton. Für drei Fenster video drehte er mehr als sechzig Einzelleistungen, die in vier Minuten komprimiert werden.
Das Lied „Scoville“ wurde von dem weltweit einzigartigem Vegetable Orchestra aus Wien, Österreich eingespielt. Das Lied wurde auf frischen Gemüseinstrumenten erzeugt.
 
The documentary for this work is here: https://vimeo.com/108967322
 
The small mountain town Funasaka, near Osaka, has clear mountain water and tasty vegetables. I always felt that the terrasse fields are a beautiful and important part of the town. I created this work to show respect to nature and the hard working farmers in Funasaka. It is a thank you object for the tasty vegetables and the nice Funasaka nature.
The sculpture is a metamorphosis between a gothic three wing altar and a garden shed for tools.
On the three monitor screens, you see a vegetable dance which is performed entirely by Torsten Bruch. He created seven different vegetable costumes out of card board. For the three screen video, he made more than sixty individual performances that are compressed into four minutes.
The music „Scoville“ was performed by the worlds only Vegetable Orchestra from Vienna, Austria. They played this song only on fresh vegetable instruments.

Veggy Dance - Back side view of the sculpture

Veggy Dance – Back side view of the sculpture

 

Veggy Dance -  all vegetable perfomances by Torsten Bruch in a kick line

Veggy Dance – all vegetable perfomances by Torsten Bruch in a kick line

 

Veggy Dance - still image of pointy cabbage and leek

Veggy Dance – still image of pointy cabbage and leek

Veggy Dance - Still image of soy beans and carots

Veggy Dance – Still image of soy beans and carots

Veggy Dance - visitors are stunned by the video performance

Veggy Dance – visitors are stunned by the video performance

Acht Küsse

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Acht Küsse – A video work by Torsten Bruch

Acht Küsse
6:22 min. (16:9, HD 1080p, kein Ton)
Performer: Dodo Schielein, Torsten Bruch
Juni 2014

Zwei Körper tauchen im dunklen Wasser stark verlangsamt auf einander zu, um sich in einem flüchtigen Kuss zu vereinen. In düsterer Farbigkeit wirken die Körper dabei, wie sich bewegen Marmorstatuen, welche durch die Lichtbrechung der Wasseroberfläche eine abstrakte Schönheit aus strahlen.

Eight Kisses (Ge.: Acht Küsse)
With extrem slow movements, two bodies are diving in the dark water towards each other, just to unite in a fleeting kiss. In dark colors, the bodies seem to be like moving marble statues, which shine in a mysterious beauty by the refraction of the water surface.

Cantate – Der Herr denket an uns

Canate von Johann Sebastian Bach (BWM196)

Canate von Johann Sebastian Bach (BWM196)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Cantate – Der Herr denket an uns
3:24 min. (16:9, HD 1080p, stereo)
Komposition: Johann Sebastian Bach
Musik: Drake University Chor, Des Moines, USA
Dezember 2013

Keine Boygroup tritt heute auf die Bühne ohne eine Choreografie zu ihren Liedern vor zu tanzen. In der Videoarbeit „Fliegende Engel“ verwandelt sich Bruch in drei weibliche und drei männliche Engel und singt eine Cantate von Johan Sebastian Bach (BWV196: Der Herr denket an uns). Bei besonders hohen oder anhaltenden Tonstellen springen seine Engel in die Höhe und scheinen leicht zu schweben.

No Boygroup steps on the stage without a dance choreography to their songs.
In the video work „Canate“, Mr. Bruch is changing into three feminine and three masculin angels and sings a composition by Johann Sebastian Bach (BWV196: Der Herr denket an uns). While there are high and ongoing notes his angels are jumping up. Only to float a little bit and then come down to the ground again.

Frohlocket

Weihnachts- und Glückwunschkarte

 

 

 

 

 

frohlocket (2013)

Eine Weihnachts- und Glückwunschkarte für unsere Kunstfreunde und Kollegen.

Drei Winde (Mistrau, Tremountano, Autan)

3 Kästen mit je einer luftgetriebenen Röhre
Holzkasten, Ripstop, Ventilator
L’Atelier National, Marseille – Frankreich
Juni 2013

Viele verschiedene Winde beeinflussen maßgeblich das Klima in Marseille. Am bekanntesten ist der Mistral. Er wühlt das Meer auf und bringt Luft aus dem Norden. Dieser Wind scheint aus jeder Richtung zu kommen und belastet die Nerven der Marseillern.
Die drei Luftröhren wirken wie Grashalme, die mit einander im Dialog stehen. Mal rührt sich einer nicht, dann wird er wieder angestoßen. Dann fallen sie in sich zusammen, schwenken nach unterschiedlichen Seiten aus, um gleich darauf wieder parat zu stehen. Eine hypnotisierende Arbeit, die fragt, warum in diesen Momenten der Synchronizität ein tieferer Sinn zu stecken scheint.

Diese Arbeit wurde im Rahmen der Ausstellung „Niveau de la mer“ im L’Atelier National mit Dorothea Heinrich, Hinrich Gross, Sylvia Schultes, Ole Henrik Hagen, Christian F. Kintz, Helene von Oldenburg, Sahinaz Akalin und Sabine Mohr gezeigt.

Many different winds affect significantly the climate in Marseille. Best known is the mistral. He stirs up the sea and brings air from the north. The wind seems to be coming from every direction and very much gets on the nerves of the Marseillaise.
The three air tubes in the work of TP Bruch are like blades of grass that are in a dialogue with each other. Sometime they don’t move at all, then triggered again. Then they are collapsing and fall to different sides. Just to rise up immediately to be ready again. A mesmerizing work where one wonders about these moments of synchronisation and why there seems to be a deeper meaning.

This work was presented as part of the exhibition “niveau de la mer” at L’Atelier National together with Dorothea Heinrich, Hinrich Gross, Sylvia Schultes, Ole Henrik Hagen, Christian F. Kintz, Helene von Oldenburg, Sahinaz Akalin and Sabine Mohr.

Mistrau, Tremountano, Autan

Still from the exhibition "Niveau de la mer" at L'Atelier National, Marseille - France

Mistrau, Tremountano, Autan by TP BruchMistrau, Tremountano, Autan by TP BruchMistrau, Tremountano, Autan by TP Bruch

Funasaka Symphony

Fubasaka Symphony - a work by Torsten P Bruch

Funasaka Symphony

5 Videos (1080p nach 576i), 5 Stereo Kanäle
4:01 min. in loop mode
Nishinomiya-Funasaka Biennale 2012
Oktober 2012

Das Dorf Funasaka ist sehr ruhig und man kann Geräusche von der anderen Seite des Tales hören. Dies erzeugt einen Eindruck von Weite und Raum und es verrät die Position der Menschen, welche die Geräusche erzeugen.
Ich habe diese Geräusche mit Filmaufnahmen gesammelt. In meiner Videoinstallation kommen diese Geräusche von allen Seiten. Ich glaube, das Menschen sehr miteinander in Beziehung stehen und stelle diese synchronoptische Vorstellung mit meiner Symphonie dar.

The valley of Funasaka is very peacefull and you can even hear noises from the other side of the valley. This gives you a very interesting impression of space and it tells you the position of the people making the sounds.
I collected these Funasaka sounds. In my installation the sounds are coming from all sides. I think people are very much interrelated and together they perform a Funasaka Symphony.

Ben Hur 2

Charlton Heston in allen Rollen.

Ben Hur 2

120 x 180 cm, Digitaldruck auf Bannerfolie
Juni 2012

Das Filmplakat ist die Inszenierung eines Selbstgesprächs – dargestellt von Charlton Heston – und treibt die Vorstellung vom Geniekult des Künstlers an seinem Beispiel ironisch auf die Spitze. Der Originalfilm „Ben Hur“ (223min.) war der letzte Hollywood-Film (1956) mit einem riesigen Budget, gigantischen Bühnenbildern und einer unzähligen Masse lebender Statisten, welche den Hintergrund des Filmes bevölkern. Als filmisches Meisterwerk wurde dieser Film 1959 mit 11 Oscars gekrönt.
In „Ben Hur 2“ werden alle Rollen vor und hinter der Kamera von dem Oscarpreisträger Charlton Heston ausgefüllt. Das Plakat ironisiert die historische Vorstellung vom einzigartigen Künstlergenie, welches alle Bereiche durch seine göttliche Gabe ausfüllt. Der Hauptdarsteller multipliziert sich durch seine Allgegenwart im Quadrat. Dadurch verursacht Heston in der Geschichte seinen Leidensweg selbst und zieht seinen eigenen Wagen als Pferd quasi „automatisch“ . Aber ein Teil von Ihm stirbt auch – als Kontrahent – an seinem eigenen Konflikt. Am Ende ist es schwer zu sagen wann, wie und wer genau Heston eigentlich ist. Denn er ist immer gegenwärtig.

The movie poster is the staging of a self conversation – portrayed by Charlton Heston – and ironically pushes the notion of the genius-cult of the artist to the top.
The original film „Ben Hur“ (223 min.) was the last Hollywood film (1956) with a huge budget, huge sets and a countless mass of extras (actors) which populate the background of the film.
As a cinematic masterpiece, this film was crowned with 11 Oscars in 1959.
In „Ben Hur 2“ all roles before and behind the camera are staged by the Oscar winner Charlton Heston. The poster treats the historical notion of the unique artist genius which fulfills all parts by his divine gifts. By his omnipresence the main character is multiplied by a million.
Thus in the story, Heston causes his period of suffering by himself and also pulls his own car by himself starring as a horse. But also a counter part of him dies by his own conflict. In the end, it is hard to tell when, how and who is just Heston because he is always present.

 

arigato

arigato - ein auflagenobjekt von Dodo Schielein und Torsten P Bruch

arigato

Auflagenobjekt (30 Stück + 3AE)
21x21cm
6 sekündige Tonspur
Oktober 2011

Japan ist das Land des Lächelns. Im sozialen Umgang wird stets darauf geachtet, dass man höflich und freundlich ist. Daher spielt das Bedanken eine sehr große Rolle. Ebenso wird vor allem im öffentlichen Raum wohlige Stimmung verbreitet, in dem fröhliche Klänge zu hören sind.
Das Multiple „arigato“ ist eine Foto- und Soundarbeit, die diese Freundlichkeit zum Thema macht. Zieht man 2 mal an der Schnur wird augenblicklich eine 6 sekündige Aufnahme von Bruch und Schielein gestartet. Zu Hören ist eine besonders, höfliche Form von „Herzlichen Dank“ auf japanisch (domo arigato gosai maschta), die von einer JR Line Melodie aus Tokio untermalt wird.

Dieses Werk ist im Oktober 2011 anläßlich der Ausstellung „ACH, SO?! = あっ、そう!? (#5)“ in Tokio  als Dankeschön-Objekt für das darauf bezogene Crowd-Funding entstanden.

Eine Arbeit von Dodo Schielein und Torsten Bruch.

 

Japan is the land of smile. The all day social behaviour is always very aware that you are friendly and polite. So saying thank you is a very important part. Also a friendly sense is spread in public space by using happy sounds.
The object „arigato“ is a photography and sound work that uses the theme of friendliness. If you pull the string on the object two times, you will immediately hear a six second sound track by Bruch and Schielein saying a very polite form of „thank you very much“ in Japanese (domo arigato gosai maschta) with a JR Line melody from Tokio at the end.

This work was inspired by the exhibition „ACH, SO?! = あっ、そう!? (#5)“ in Tokio in October 2011 and created as a thank-you.object for our crowd-funding campain.

This is a collaborative work by Dodo Schielein and Torsten Bruch.

 

Die Gedanken sind frei

Filmstill aus der Videoarbeit von Torsten P Bruch

Filmstill aus der Videoarbeit von Torsten P Bruch

Die Gedanken sind frei

02:59 min.
HD 1080P, 16:9, stereo
März 2012

Zwei Chinesen aus Hamburg singen das deutsche Volkslied „Die Gedanken sind frei“ (um 1780 von Hoffmann von Fallersleben). Trotz unterschiedlich langer Erfahrung mit der deutsche Sprache fällt ihnen der Gesang nicht leicht. Der chinesische Akzent bleibt hörbar und das Lied erfährt dadurch eine Transformation. Dieses Lehrstück für den Übersetzungsverlust von deutschem, demokratischen Gedankenguts zwischen zwei Kulturen wurde in China zensiert.

Die Übersetzung des Wortes „Gedanke“ wurde für den Untertitel mit dem chinesischem Schriftzeichen „sixiang“ 思想 übersetzt, was inhaltliche mit Sinn, Gesinnung und einer politische Ideologie verbunden wird. Es ist in China gegenwärtig sehr riskant öffentlich Aussagen über Politik zu treffen. Dieser Film hätte, obwohl er sich mit dem historischen Deutschland des Jahres 1820 beschäftigt, durch dieses Schriftzeichen als eine Behauptung über einen chinesischen Gouverneur verstanden werden können, da die chinesische Sprache oftmals im Kontext gedeutet wird und manches Mal auch unter Chinesen missverstanden wird. Das Ergebnis hätte eine Schließung des privaten Museums und Repressalien gegenüber dem Mäzen zur Folge haben können. Obwohl die chinesische Übersetzung sich reimt, wären z.B. 感想 gǎnxiǎng (Eindruck, Gefühl) oder auch 想法 xiángfa (Idee, Denkweise, Art des Gedankens) womöglich eine entschärftere Übersetzungen gewesen. Allein die Vieldeutigkeit des deutschen Wortes „Gedanke“ bleibt als Übersetzungsverlust für den Untertitel eine lehrreiche Erfahrung.

Two Chinese from Hamburg are singing the German folk song „thoughts are free“ (around 1780 by Hoffmann von Fallersleben). But the Chinese accent remains audible and the song seems to drone a little. A didactic drama to experience the transition loss of german, democratic ideas between two cultures and languages. (Film was censored in China.)

 

Ach, So !?

 

Ach, So !? - Ausstellungspostkarte von Dodo Schielein und Torsten Bruch

Ach, So !? - Ausstellungspostkarte von Dodo Schielein und Torsten Bruch

 

ach so!? (2011)
Diese Karte wurde zum Anlass der Ausstellung in der Makii Masaru Fine Arts Gallery  in Tokio (Japan) 2011 gedruckt. Zudem wurde sie aus Japan als “Dankeschön” an unsere Crowdfunding-Förderer  verschickt.

schweben

schweben
4:11 min. (16:9, HD 1080p, stereo)
Oktober 2011

Der Künstler TP Bruch erscheint in diesem Video – gleich einem Magier – in einem schwarzem Anzug. Er zaubert Plastikfolien aus seinen Ärmeln und Taschen. Sobald er sie los lässt, beginnen sie zu fliegen.
Diese Performance schwankt zwischen dem Glauben an die unsichtbare Kraft der Magie oder der sichtbaren Physik des aufsteigenden Windes.
Die Arbeit entstand im Zuge der unsichtbaren Katastrophe der Fukishima Atomreaktoren in Japan. Eine Wirkung die schwer mit den Augen zu begreifen ist.

The artist T Bruch appears in this video – equal to a mage – in a black suit. He conjures up plastic sheets from his sleeves and pockets. As soon as he lets them go, they begin to fly.
This performance fluctuates between the belief in the unseen power of magic or the visible physics of the rising wind.
The work originated in the course of the invisible disaster of the Fukushima nuclear reactors in Japan. A cause and effect, which is difficult to understand with your own eyes.

 

Die Seejungfrau und der Seejunggeselle

Filmstill aus der "Die Seejungfrau und der Seejunggeselle"

Filmstill aus der "Die Seejungfrau und der Seejunggeselle" von Torsten P Bruch

Mini-DV 576i auf dvd
Format 4:3, stereo
3:41 min
Juni 2011

Eine bisher unveröffentlichte Episode frei nach Hans Christian Andersen.
Auszug aus der kleinen Seejungfrau:
“Die Sonne war noch nicht aufgegangen, als sie des Prinzen Schloß erblickte und die prächtige Marmortreppe hinanstieg. Der Mond schien herrlich klar. Die kleine Seejungfrau trank den brennenden, scharfen Trank, und es war, als ginge ein zweischneidig Schwert durch ihren feinen Körper, sie fiel dabei in Ohnmacht und lag wie tot da. Als die Sonne über die See schien, erwachte sie und fühlte einen schneiden den Schmerz, […]”
An diesem Punkt setzt die Geschichte in diesem Film ein und erzählt das vergessene Werben eines Spielfreundes der Seejungfrau. Dieser versucht sie mit Kunststückchen wieder ins Wasser zu locken. Doch die Seejungfrau hat sich für ein anderes Schicksal entschieden…
Mit Pia Hansen in der Rolle der Seejungfrau.

Filmstill aus "Die Seejungfrau und der Seejunggeselle" von Torsten P Bruch

Filmstill aus "Die Seejungfrau und der Seejunggeselle" von Torsten P Bruch

memento mortis K.B.

Ausstellungsansicht in der Galerie der IG Bildende Kunst Wien

memento mortis k.b. von Torsten P Bruch

2:57 min. (16:9, HD 1080p, stereo)
IG Bildende Kunst, Wien
April 2011

Das Video zeigt zwei von Bruch selbst gespielte fiktive Charaktere, die eine Passage aus dem unvollendeten Buch «Der sechste Sinn» von Konrad Bayer nach interpretieren. Bayer, der etwa um 1954 der österreichischen Autorenvereinigung «Wiener Gruppe» gemeinsam mit H.C. Artmann, Ernst Jandl oder Friederike Mayröcker an gehörte, las 1963 eine Passage aus diesem Buch. Die Originalaufnahme verleiht dem Darsteller im Video nun seine schalkhafte Stimme und lässt Fiktion, Geschichte und Geschichten miteinander verschmelzen.

 The video shows two fictional characters played by Bruch, which is interpreting a passage from the unfinished book „The sixth sense“ by Konrad Bayer. Around 1954, Bayer was part of the Austrian author Association „Vienna group“ together with H.C. Artmann, Ernst Jandl and Friederike Mayröcker. Bayer red a passage from this book in 1963. In the video, the original recording lends his mischievous voice to the actor and merges fiction, history and the story.

 

Funasaka Bon Odori

hd 1080i nach dvd
Original Funasaka Obon Musik
7:32 min im loop
Nishinomiya Funasaka Biennale
Japan, Oktober 2010

In Deutschland hörte ich von dem Bon Odori und war sehr beeindruckt von dieser japanischen Tradition.
Die Geister der Vorfahren werden an diesem Festtage im August eingeladen zurückzukehren und man
tanzt auf dem Dorfplatz am Abend mit Ihnen zusammen. Aus meiner europäischen Sicht erscheint es mir
zu gleich fröhlich und anmutig, mit diesem Ritual der Vergangenheit und den Verstorbenen zu gedenken.
Im Rahmen der Funasaka Biennale tanzten 30 Einwohner von Funasaka für mich den speziellen Funsaka
Bon Odori. Diese einzelnen Tänze wurden im Computer wieder zu einer Parade zusammen gefügt. Auf diese
Weise sind nur die Darsteller wichtig. Mit ihren Bewegungen und Beziehungen untereinander erzählen sie
eine eigene Geschichte.
Das Video spielt auf einer Kalkwand in einem traditionellen, japanischen Haus in Funasaka.
Nur die Tänzer sind sichtbar und sie erscheinen wie Geister in der Wand.

The Bon Odori is a japanese tradition dance. On this special day in August the ancestor spirits are invited
to come back to their homes. At night the people gather at a public place to dance around a tower with
musicians and dancers.

30 people from Funasaka danced the Bon Odori for me. Only one at a time. Then I used special effects to
put them back together to form a parade again.
This way only the dancers and their performances are
important. With their movements and relations they tell a story of their own.
This Bon Odori dance is
special for the small mountain town of Funasaka which is situated near Osaka in Japan.

The video is screened on a chalk wall in an old traditional japanese house in Funasaka. Only the dancers
are visible and they appear as ghosts inside the wall. Like ancester spirits.

„As an artist I am very much interested in moving performances that I like to capture on video and make
special composition with them. I prefer a black background as this refers to a basic theatrical setting to
perform a theatrical play. The actors are very important and they have to create the story only with their
actions and movements.

 

 

 

 

 

 

 


Make your own Torsten

Multiple
15 x 4 cm
Bedruckte Pappe mit Folienüberzug
August 2010

 

Ein wiederbeschreibares Multiple als kleiner Pappaufsteller.
Die Idee ist, daß der Besitzer/ Betrachter der Figur ihre Worte in den Mund legen kann. Man braucht es nur in die Sprechblase zu schreiben.
Um die Kommunikation zu vereinfachen, wurde als Kostüm der Klischee Deutsche in bayrischer Lederhose gewählt.
Die Antworten der verschiedenen Ausfüllungen werden per Email an den Künstler zurück gesandt und ergeben in seiner Vielfältigkeit erst das fertige Kunstwerk als Work-in-Progress.

A rewritable multiple in the form of a little cardboard stand.
The owner/ viewer of the figure can put their words into his mouth. Only by writing directly into the speech bubble.
In order to make communication easier, the stereotype German in Bavarian leather trousers was chosen as a costume. The people make a picture of their various fillings and send them back by mail to the artist. The answers will then become the finished work of art as a work in progress.

Das Haus – Redux

Installationsansicht-1
Hausmodell (Maßstab 1:20), Familienfoto-wolke,
Einmachgläser von 1956, Regal-Fotorekonstruktionen,
3 Monitore mit Videos, Hausfamilienstammbaum

Gruppenausstellung “Retro Slots” im Künstlerhaus FRISE, Hamburg
Juni 2010

Eine Neubearbeitung der Installation „Familienhaus“ aus dem Jahre 1998
mit einer Zusammenstellung aus dem Werkzyklus von 1995-1998.
Familiengeschichte, innerfamiliäre und generationsübergreifende Motive,
die Beschäftigung mit Erinnerung trotz Nostalgie und eine aufräumende Familienarbeit,
um die vergessenen Räume und Gegenstände bewegten TP Bruch zu diesen Arbeiten.
Im Raum steht zentral das Familien-Hausmodell als Erinnerungs-Werkzeug,
um die Positionen und den Inhalt eines Raumes zu bearbeiten.
Das Video „Try to explain“ (05.51 min, DVD) zeigt den Künstler, wie er mit ca. 12 maligem Scheitern
versucht den Inhalt des Hausmodells zu erzählen. Das Video „Hauserklärung“ (32.00 min, DVD)
zeigt nur die Finger des Künstlers, wie sie im Modell die Erinnerungsinhalte versprachlichen.
Der Familienstammbaum lastet mit seiner Mehrgenerationsmotiven und seiner Geschichtsschwere
über dem Ensemble. Und zu guter Letzt der Film „Das Haus“ (18.30 min, DVD) aus dem Jahre 1998,
welcher durch die Ebenen des Hauses Anhand der Hausrelikte die ehemaligen Mitbewohner versucht zu ergründen.

Der Mensch ist ein Haus, mit geheimen Kammern, verborgenen Winkeln und überraschenden Blickachsen,
die unerwartete Ansichten offenbaren. (Belinda Grace Gardener)

Bitte auf die Bilder klicken zum Vergrößern oder mehr Info.

 

 

Sisyphos

Torsten P Bruch9:23min., HD 1080p
Videoprojektion, Juni 2010
Muu Gallery - Helsinki, Finnland

Ein Tag im Leben eines Künstlers verbindet viele verschiedene Fertigkeiten.
So z.B. muß der Künstler am Morgen zeitig aufstehen und im Atelier seine Gedankenarbeit verrichten.
Aber ebenfalls muß er, wie eine PR-Agentur, professionelle Informationen über seine Tätigkeit verbreiten.
Er entwirft und beschreibt Projekte und bewirbt sich um Förderung. Aber es gibt mehr Ideen als monetäre
Unterstützung und daher ist es meist eine abweisende Erfahrung. Dann beginnt das Video erneut wie in dem
griechischen Mythos Sisyphos.
Torsten P Bruch nennt sich selbst ein Videoperformer und zeigt sich oftmals selbst in seinen Arbeiten.
Persönliche Mythologie führt Ihn zu seinen Themen über menschlichen Raum und Einsamkeit.

A day in the life of an artist.
A day in the life of an artist combines many different jobs, for example,
like getting up in the morning, sitting and doing mind work.
But you also have to spread out professional information about ideas like a secretary.
Write projects and apply for funding.
There are more ideas than funding so it is mostly a rejecting experience
So the video loop begins again like the greek myth of Sisyphos.
Torsten P Bruch calls himself a video performer and shows up many times in his works.
Personal mythology leads to his works about the relation of human space and loneliness.

Laurentius chan

Torsten P Bruchロレンティウス ちゃん

4:01 min. (16:9, HD 720p)
März 2010

Beantwortet wird der Ruf von einer Japanerin im Kimono (Nobuko Watabiki).
Sie fragt auf Japanisch nach der männlichen Koseform von Laurentia: Laurentius chan.
Gleich der deutschen Variante erscheint bei jedem Wochentag
eine weitere japanische Idealfigur bis hin zum Septett.

The call is answered by a Japanese woman in a Kimono (Nobuko Watabiki). She asks in Japanese for
the male pet name of Laurentia: Laurentius chan. Equal to the German variation another Japanese
ideal figure appears with each week day up to a septet.

 

Laurentia

1. Laurentia dear, Laurentia mine,
when will we be together again.
On Monday.
I wish it would be Monday again
so I will be with my Laurentia dear, Laurentia dear.

2. Laurentia dear, Laurentia mine,
when will we be together again.
On Tuesday.
I wish it would be Monday, Tuesday again
so I will be with my Laurentia dear, Laurentia dear.

3. Laurentia dear, Laurentia mine,
when will we be together again.
On Wednesday.
I wish it would be Monday, Tuesday, Wednesday again
so I will be with my Laurentia dear, Laurentia dear …

Bunkerabriß


Arnoldstraße in Hamburg-Ottensen
Zeitraffervideo aus ca. 1600 Bildern täglich
(17.August 2009 bis 27.Februar 2010)
56 min. ohne Ton, DVD
Februar 2010

Ein Hochbunker aus dem zweiten Weltkrieg weicht dem Hamburger Wohnungsbau.
Der Künster TP Bruch setzte aus ca. 1600 Fotos diesen Zeitrafferfilm zusammen und zeigt
vom Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang den Abriss. Der Film zeigt in hypnotischer
Weise die Bagger, welche sich tagtäglich wie Raupen mühsam durch das Beton- und Stahlgestein beißen.
Im August 2009 begannen die Abrißarbeiten. Sechs Monate donnern die gewaltigen Presslufthämmer
des 100 Tonnen schweren Baggers.
Die Anwohner spüren tagtäglich durch Bodenvibrationen und Schalldruck die große Gewalt, die nötig ist,
dieses Relikt aus dem letzten Weltkrieg zu entfernen. Zeitzeugen freuen sich, daß dieses Erinnerungsdenkmal
an  den Krieg endlich aus ihren Augen verschwindet. Endlich wird dieses große Volumen aus der Stadt entfernt
und für kurze Zeit wird ein großer Stadtraum frei. Temporäre Statdtentdichtung.

Shelter Destruction
An above ground bunker from the second World War gives way for the Hamburg housing.

The artist TP Bruch puts together 1600 photos from each day. In a time-lapse movie he
shows from sunrise to sunset the work days as the big machine bites its way through concrete
and steel rock like a caterpillar.
In August 2009, the demolition of the concrete shelter began near the artist house FRISE.
Six months of thunder by the big jack hammer claw of the 100-ton excavator.
Every day the tenants of the artists house FRISE feel the ground vibrations and the noise that
shows the great power which is needed to remove this relic from World War II.
Wartime witnesses are pleased that this monument to the memory of the war finally disappears
from her eyes. Finally, this large volume will be removed from the city and for a short time,
a large room and viewing space appears. Temporary city dedensing.


Laurentia

 

 2:57 min. (16:9, HD 720p)
Januar 2010

Aus Kindertagen beschreibt das Tanzlied “Laurentia, liebe Laurentia mein” die Sehnsucht nach der Anderen in einer Beziehung.
Der Sänger in einfacher Lederhose fragt in dem Lied nach dem Tag der Wiederkehr von Laurentia. Beginnend am Montag,
erscheint bei jedem weiteren Wochentage ein weiteres Ich des Sängers. Gesteigert bis zum Septett für jeden Tag der Woche.
Trotz des nicht Auftauchens von Laurentia scheint die Multiplikation, Einsamkeit und leichte Aggressivität dieser Performance
für Unterhaltung zu sorgen.

From child days the dance song “Laurentia, dear Laurentia mine” describes the longing after the
other one in a relationship. The singer in simple leather trousers asks in the song for the day of Laurentia’s
return. Beginning on Monday, with each further weekdays another singer appears until a
full septet for each day of the week. Although Laurentia does not emerge and the performance creates
a sense of isolation by the multiplication and aggression. It still seems to be very entertaining.

 

Laurentia

1. Laurentia dear, Laurentia mine,
when will we be together again.
On Monday.
I wish it would be Monday again
so I will be with my Laurentia dear, Laurentia dear.

2. Laurentia dear, Laurentia mine,
when will we be together again.
On Tuesday.
I wish it would be Monday, Tuesday again
so I will be with my Laurentia dear, Laurentia dear.

3. Laurentia dear, Laurentia mine,
when will we be together again.
On Wednesday.
I wish it would be Monday, Tuesday, Wednesday again
so I will be with my Laurentia dear, Laurentia dear …

Torsten P Bruch